Folgende Bücher hat mein Großvater, der Schriftsteller Paul Karl Adolf Johannes Nickol (1869 - 1957)Abitur am Joachimthalschen Gymnasium Berlin Ostern 1889, unter anderem publiziert: ( Das UrgH hat die Fam.)

 

1903: Till Eulenspiegels Streiche. Verlegt von Fischer u. Franke Düsseldorf.

 Das in Leinen gebundene Büchlein mit 142 Seiten hat die Abmessungen h x b =  19 x 17 cm, ein damals durchaus gängiges Format. Was das Besondere an dieser Ausgabe ausmacht, ist die Bebilderung, die von dem begabten Künstler Georg Barlösius (1864 - 1908) geschaffen wurde. Er hat mit zahlreichen Vignetten und Zeichnungen zu einer außergewöhnlichen Ausstattung beigetragen. Die gedruckte Schriftart wurde erstmalig verwendet.

Das Buch enthält den Vermerk: Dieses Buch wurde im Druck beendet in der Buchdruckerei von August Bagel zu Düsseldorf für den Verlag von Fischer u. Franke ebendaselbst im Oktober des Jahres 1903.

 Den zweifarbigen Einband ziert Eulenspiegel, auf einer Schaukel sitzend und eine Schelmenkappe mit überlangen Zipfeln tragend. Den Schaukelstock bildet ein Schelmenstab. Im Arm hält er eine Eule. Das Büchlein ist ein Schatz in jeder Büchersammlung.

 Nachtrag: Es erschien im Jahre 1903 noch eine weitere Ausgabe bei Fischer u. Franke Düsseldorf in der Reihe Jungbrunnen-Bücherei. N.F. Bd. 1.

 Diese Ausgabe hat ein längliches Format und kann in der digitalen Bibliothek der Uni Braunschweig komplett Seite für Seite eingesehen werden. (Die Erlaubnis wurde erteilt.)  Zusätzlich existiert ein Blatt mit der unterschiedlichen Darstellung von Eulen, die hier den Vogel der Weisheit symbolisiert. Die Eule erscheint in der Ausgabe in unzähligen Variationen.

1913 erschien eine weitere Ausgabe des Till, verlegt von Wilh. Borngräber, Berlin und Leipzig, die der voran gegangenen, bis auf Papierqualität, Schriftart und Seiteneinteilung, gleicht.

 Wie schreibt doch Johannes Nickol am Ende des Vorworts:

So schicken wir den Till von neuem auf die Wanderschaft, um, wie es in der ältesten Vorrede heißt:

"ein fröhlich Gemüt zu machen in schweren Zeiten, und dass die Lesenden und Zuhörenden mögen gute kurzweilige Freude daran haben".

Grunewald im Brachmond 1903

 

Schöppenstedt, genauer Kneitlingen, ist der Geburtsort Till Eulenspiegels. Da unsere Linie auch dort ihre Wurzeln hat, liegt es nahe, dass mein Großvater  dieses Thema aufgegriffen hatte.

Das Till Eulenspiegel Museum in Schöppenstedt hat ein Exemplar der Ausgabe 1903 neben anderen Autoren in der Vitrine.

 

Georg Barlösius, geb. 8.6.1864 in Magdeburg, gest. 11.7.1908 daselbst, Illustrator, Graphiker, Lithograph, studierte in Berlin an der Kunstschule u. an der Akademie München. Tätig in Berlin.

 

1904 : Walther von der Vogelweide. Lieder und Sprüche von Walther von der Vogelweide. In den besten Übertragungen ins Neuhochdeutsche.

Herausgegeben von Johannes Nickol mit Vollbildern, Vignetten und Randleisten von Franz Stassen. Verlag Fischer u. Franke, Düsseldorf.

Das Buch trägt den Vermerk: Jungbrunnen-Bücherei Neue Folge Band 2

Das in glattem imprägnierten Leinen gebundene Buch hat die Abmessungen h x b = 30 x 25 cm. Das Exemplar umfasst 142 bedruckte Seiten.

Der kräftige Deckel weist den Schriftzug Walther von der Vogelweide auf. Der Anfangsbuchstaben ist vergrößert hervorgehoben und kunstvoll farbig verziert, teilweise vergoldet. Die Initialen FStassen befinden sich gut sichtbar in der rechten unteren Ecke.

Das ausführliche Geleitwort zu den Liedern und Sprüchen „Walthers von der Vogelweide“ schrieb Johannes Nickol und ist gegliedert in Walthers Leben, Walthers Kunst, Literatur und Übersetzungen.

Herr Walther von der Vogelweide,

Wer des vergässe, tät mir leide.

 Franz Stassen (* 12. Februar 1869 in Hanau; † 18. April 1949 in Berlin) war ein deutscher Maler, Zeichner und Illustrator. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Hanau-kesselstadt.

 

Die Schildbürger 

Ihre Weisheit und große Thorheit zur Ergötzung von Jung und Alt aufs neue heraus gegeben von Johannes Nickol und mit lustigen Bildern gezieret von Georg Barlösius.

Verlag Fischer und Franke,  Berlin. Druck von Emil Herrmann, Leipzig

Mit einer Vorrede an die Leser von Johannes Nickol.

Das in Karton gebundene Büchlein hat die Abmessungen B x H = 16 x 18 cm und umfasst 128 bedruckte Seiten.

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